Ciao da Trieste!

Bild: Danilo Lewański

Zukunft der MINT-Bildung: Erfahrungsaustausch und gemeinsame Lösungsentwicklung auf der STACK Konferenz in Triest

Vom 27. bis 29. Mai 2026 fand an der Università degli studi di Trieste die Konferenz „STACK in Trieste 2026“ statt. An der Veranstaltung nahmen circa 45 Personen aus unter anderem Deutschland, Italien, Kenia, Schottland und Japan teil.

Neben zahlreichen Vorträgen umfasste das Programm der drei Tage zwei Panel-Diskussionen zu Lehrerfahrungen mit STACK und zu Möglichkeiten und Erfahrungen mit Kollaborationen, zwei Workshops („Change of Perspectives“, „Different means to overcome challenging Situations“) sowie zwei Einstiegs-Workshops zu STACK (von Chris Sangwin, The University of Edinburgh) und JSXGraph (von Wigand Rathmann, FAU Erlangen-Nürnberg). Abgerundet wurde das Programm durch einen Ausflug zum Miramare Castle mit anschließendem Conference Dinner, das viel Zeit für den fachlichen Austausch und das Knüpfen von Kontakten bot. Den Abschluss bildete ein hybrides Treffen des STACK professional network.

Chris Sangwin (The University of Edinburgh) sprach über einem neuen Ansatz, mathematische Argumentation mittels freier Texteingabe zu ermöglichen.

David Stern (IDEMS) ging auf Herausforderungen im aktuellen angespannten globalen Kontext ein und plädierte für einen starken Zusammenhalt und enge Kollaboration in der STACK-Community.

Forschung und Praxis: Use Cases aus der Praxis

  • Laura Kobel-Keller (ETH Zürich) berichtete über den erfolgreichen Einsatz von ParsonsProof Type (Drag & Drop) im Prüfungsbetrieb.
  • George Ionita (ETH Zürich) trug über Erfahrungen und Empfehlungen zu digitalen Prüfungen mit STACK vor.
  • Danilo Lewański (Univ. Trieste) ging auf STACK zur Umsetzung von kontinuierlichem Assessment ohne Hilfskräfte ein.
  • Stefano Luzzatto (ICTP) berichtete über STACK als Mittel zur Vorauswahl im Auswahlverfahren im International Mathematics Master (IMM). 

Neue Tools und Innovationen

  • Matti Harjula (Aalto University) stellte einen Parser für chemische Reaktionsgleichungen und chemische Moleküle in STACK vor.
  • Patrik Stilgenbauer (THWS) zeigte einen Maxima-Converter auf Basis von Quarto, der Python- und R-Code zur Generierung von Variablen für STACK-Fragen ermöglicht. 
  • Yasuyuki Nakamura (Nagoya University) präsentierte ein Analyse-Tool für Studierenden-Antworten zur Ausgabe und Analyse von Bearbeitungspfaden.
  • Wigand Rathmann (FAU Erlangen-Nürnberg) stellte neue 3D-Optimierungs-Aufgaben mit JSXGraph in STACK vor. https://wrathmann.github.io/ 
  • Georg Osang (IDEMS) sprach über das Texterstellungs-Programm PreTeXt, das die Integration von STACK-Aufgaben sowie LaTeX, HTML, und verschiedene Programmiersprachen in Skripten in verschiedene Export-Formate erlaubt.  
    https://stack-assessment.org/CaseStudies/2025/PreText_integration/ 

Didaktische Perspektiven und LLM-Diskussion

  • Daniel Doz (Univ. Trieste) befragte Studierende zu Technology Acceptance und emotional-motivationalen Variablen im Zusammenhang mit der Nutzung von STACK.
  • Juma Zevick (Univ. Trieste) untersuchte die Nutzung von STACK und die Prüfungsresultate an der Universität Triest.

Der Einsatz von LLM bildete einen Diskussionsschwerpunkt der Konferenz. Zwei Vorträge stellten LLM-Unterstützung für das Schreiben von STACK-Fragen und zum Analysieren der Studierenden-Antworten vor. 

Herzlichen Dank an Prof. Danilo Lewański, Juma Zevick, Motognon Wastalas, Daniel Doz und der Sezione di Matematica für die hervorragende Organisation der Konferenz. Abschließend verweisen wir auf den englischsprachigen Konferenz-Bericht (Link), der das Programm chronologisch und thematisch Revue passieren lässt und einige Schlussfolgerungen aus der Konferenz zieht.

Dr. Raphael Müller

Teilnehmer der STACK Konferenz in Triest 2026

und Autor des Beitrages

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